Palliativbegleitung

Auch wenn inzwischen ein großer Teil unserer Patient*innen geheilt werden kann, gibt es leider immer noch Kinder und Jugendliche, die an ihrer Krebserkrankung versterben. In dieser besonders schwierigen Zeit möchten wir Familien im Rahmen der Ambulanten Psychosozialen Nachsorge besonders einfühlsam und umfassend unterstützen.

Starke Partner*innen

Die palliative Begleitung im häuslichen Umfeld erfolgt in Kooperation mit den SAPPV Teams (Spezialisierte ambulante pädiatrische Palliativversorgung) der jeweiligen Bundesländer, welche sich vorrangig um die medizinische Versorgung der Patient*innen kümmern. Hier in Sachsen kooperieren wir mit dem Brückenteam Dresden, in Sachsen-Anhalt mit dem SAPPV Team Halle und in Thüringen mit dem SAPPV Team aus Jena.
Entscheidet sich eine Familie dafür, den letzten Weg des Kindes im Kinderhospiz gehen zu wollen, helfen wir auch hier bei der Vermittlung zum Beispiel an das Leipziger Kinderhospiz Bärenherz.

Viele Fragen bleiben

Neben der Frage nach der bestmöglichen medizinischen Versorgung sind Familien in einer derart belastenden Lebenssituation mit weiteren Unsicherheiten konfrontiert: Welche sozialrechtlichen Möglichkeiten gibt es um die ständige Betreuung des Kindes zu gewährleisten, nachdem Krankschreibungen und finanzielle Ressourcen vielleicht schon während der Therapie aufgebraucht worden sind? Wie erklären wir unseren anderen Kindern, dass ihr Geschwisterkind versterben wird? Wie reagieren wir, wenn unser Kind uns Fragen zum Thema Tod und Sterben stellt? Wer sagt es der Schulklasse unseres Kindes? Was kann man schon jetzt Organisieren, um nach dem Versterben unseres Kindes möglichst viele Dinge schon in die Wege geleitet zu haben? Vor allem aber: Wie sollen wir das alles aushalten?

Wir sind da

All diesen Fragen stellt sich das Team unserer Ambulanten Psychosozialen Nachsorge mit besonders viel Wissen, Ruhe und Einfühlungsvermögen. Dabei legen wir besonderen Wert darauf, die Familie in ihren eigenen Bewältigungsstrategien zu fördern und den sehr individuellen Weg des Versterbens eines Kindes zu begleiten. Vor allem richten wir uns nach den Wünschen der betroffenen Familien und versuchen so von regelmäßigen telefonischen Terminen, Hausbesuchen bis hin zu Aufklärungsarbeit in der Schulklasse des Kindes alles möglich zu machen. Zudem organisieren wir die Erfüllung letzter Wünsche und kooperieren dabei gegebenenfalls mit weiteren spezialisierten Vereinen.

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